Die Geschichte der BKV AG 2. Teil

1968 wurde das Budapester Verkehrsunternehmen gegründet. Sein erster Generaldirektor im Zeitraum 1. Januar 1968 – 31. Dezember 1983 war József Daczó. Die Reform des Fahrpreissystems vereinfachte das Fahrkartensystem und erschuf die Voraussetzungen des schaffnerlosen Systems, das 1968 im ganzen öffentlichen Verkehr von Budapest eingeführt wurde.

Zu dieser Zeit war das Autobusnetz von Budapest bereits profiliert; neue Linien wurden nur zur Bedienung der Wohnsiedlungen im Bau errichtet.

Die Übergangsschifffahrt und die örtliche Schifffahrt gehören seit 1968 zur BKV.

Eine der dynamischsten Phasen des Budapester öffentlichen Verkehrs lief am Anfang der 1970er Jahre an. Im Zeitraum 1970-1972 wurde die U-Bahn-Linie 2. in Betrieb gesetzt. Ab 1. Januar 1973 wurde der Betrieb der U-Bahn durch die BKV verwaltet.

Von den 1970er Jahren an nahmen die Organisierung und die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs der Ballungsgebiete in der verkehrspolitischen Konzeption an Bedeutung zu.

Das Zentenarium der Vereinigung von Altofen, Buda und Pest bereicherte die Hauptstadt an zahlreichen neuen oder restaurierten Anlagen. Die Untergrundbahn unter dem Andrássy Boulevard und die Schwabenberger Zahnradbahn wurden modernisiert.





Die heutige Form der Linie der Untergrundbahn wurde zur Zeit des Zentenariums fertig. Die Zahnradbahn verkehrte im Jahre 1973 zum letzten Mal in ihrer alten Form.

Am 4. Juni 1986 wurde die vollständig restaurierte und elektrifizierte Standseilbahn – die im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden erlitt – den Fahrgästen überreicht.

Zu dieser Zeit (01.01.1984 - 31.12.1990) war Dr. József Zahumenszky der Amtsinhaber des Generaldirektors.

Die Bauten der U-Bahn wurden fortgesetzt. Einer der Vorteile des so gebildeten U-Bahn-Netzes ist, dass die Linien 2. und 3. die drei verkehrsreichsten Kopfbahnhöfe tangieren und dass der Verkehrsknotenpunkt auf dem Deák Ferenc Platz am Zusammentreffen der drei U-Bahn-Linien gestaltet wurde.





Im Jahre 1991 geriet das ganze Vermögen der BKV vom Staatseigentum in den Besitz der Hauptstadtverwaltung. Im Zeitabschnitt 01.01.1991 - 30.06.1993 war Sándor Holl der Generaldirektor des Unternehmens.

Die Generalversammlung der Hauptstadtverwaltung wandelte die BKV in ein Wirtschaftsunternehmen um. So wurde die BKV am 1. Januar 1996 zur Aktiengesellschaft und erhielt den Firmennamen BKV AG.

In der Periode 01.07.1993 - 31.12.2006 betreute Botond Aba die Funktion des Generaldirektors.

Die Csepel-Linie der Vorortbahn wurde zwischen 1996 und 2000 rekonstruiert.

Ab 1998 liefen mehrere bezirkspezifische und örtliche Fahrten (City-Bus, Újhegy-Bus, Palota-Bus usw.) an, die die wichtigsten gesundheitlichen und öffentlichen Einrichtungen der betroffenen Bezirke verbinden.

Auch die Fahrzeugflotte wurde und wird ständig modernisiert. Die Gesellschaft setzt einen Akzent auf die Mobilitätshilfe. Außer den Niederflurwagen dienen den bewegungsbehinderten Fahrgästen ab 2001 4 Spezialbusse zur Hilfe (im Tür-zu-Tür-System, auf Bestellung).





Im Jahre 2003 wurde der zentrale Kundendienst der BKV AG in der Akácfa Straße im 7. Bezirk eröffnet, um die Fahrgäste besser zu betreuen. Hier können die Kunden Auskunft über die Linien, die Fahrpläne und die Preise und Benutzung der Fahrkarten und Zeitkarten erhalten.

Ab 6. Februar 2006 trägt die Gesellschaft einen neuen Namen: Budapester geschlossene Verkehrs-Aktiengesellschaft, auf Ungarisch geschrieben: BKV Zrt.

Zwischen dem 1. Januar 2007 und dem 15. April 2008 war Attila Antal der Generaldirektor der Gesellschaft. Im Zeitraum 19.02.2008 - 31.08.2008 wurde das Unternehmen von Zsolt Balogh als designiertem Generaldirektor geleitet.

Dr. István Kocsis übernahm die Position des Generaldirektors am 1. September 2008.

Nach dem Abschied von Dr. István Kocsis - ab dem 5. September 2011 vorübergehend - besetzte Dr. Gyula Várszegi, der Vorstandsvorsitzende das Amt des Generaldirektors, vom 14. Februar 2012 wurde er von Tibor Bolla gefolgt.

Unsere Gesellschaft betreibt 5 große Verkehrszweige (Autobus, Straßenbahn, U-Bahn, Vorortbahn, Obus) in einem integrierten System. Außerdem bewirtschaftet sie die Zahnradbahn, die Standseilbahn, die Seilschwebebahn und die Schifffahrt - die in erster Linie eine Fremdenverkehrsbedeutung haben.

Die BKV Zrt. beschützt ihre eigene Vergangenheit und die Vergangenheit ihrer Rechtsvorgänger durch das Unterhalten von zwei Museen und durch den Betrieb von Nostalgiefahrten.

Die Gesellschaft befördert jährlich etwa 1,3 Milliarden Fahrgäste.